Überfordert mit dem Kauf von Reis
Islamist zu sein scheint ein schwieriger Job zu sein. Der Rechtgläubige kann nämlich selbst in harmlosen Einkaufsituationen schnell an seine Grenzen geraten, denn selbst hinter Uncle Bens lauert der Zionismus. Viel Spaß im Thread “Amerikanisches produkt kaufen?, War nichts anderes da:-(”
Verbieten, was Spaß macht
Sabine Bätzing hat wieder zugeschlagen. Bestechende Logik diesmal: Wer Onlinespiele spielt, ist ein Suchtkranker. Daher wie immer: Einfach alles verbieten. Sabine Bätzing ist das Ende der Spaßgesellschaft.
Die Grünen entschleunigen Politik
Da hat es wohl ein wenig gedauert, bis die Zeitung aus Ökopapier fertiggestrickt war und von den 4 Neuköllner Mitgliedern mit dem Fahhrad verteilt wurde. Jedenfalls hatte ich gestern die brandaktuelle Ausgabe der Bezirksgrünen-Zeitung “Neuköllner Stachel” in meinem Briefkasten. Unter anderem mit so heissen News, wie einem Aufruf der grünen Jugendstadträtin, am 26. April doch bitte im Sinne der Vielfalt gegen den Antrag von “Pro Reli” zu stimmen.
Grüner wird’s echt nicht!
Radfahrer in Bahnen! Verdammt nochmal!
Heute morgen unterwegs von Südkreuz nach Unter den Linden wunderte ich mich über eine entfernte Reihe von Sitzen im S-Bahn-Zug. Kurze Konsultation des sog. Internets ergab, dass die S-Bahn-Berlin zur Freude des Senatsfahrradbeauftragten (Was wir uns in Berlin so alles leisten mitten zwischen Karlsruhe und Krise!) Benno Koch angefangen hat, Sitzreihen aus den Zügen zu reißen, um noch mehr Platz für Fahrräder zu schaffen. Geradezu erbost wird daraufhingewiesen, andere Fahrgäste hätten es gewagt, die ehemals vorhandenen Klappsitze als Sitze zu benutzen, weshalb diese nun kurzerhand entfernt werden.
Erstens: Die S-Bahn verkürtzt z. Z. Züge, weil nicht genug Rollmaterial zur Verfügung steht und sie außerdem unter Kostenzwang stehe. Da gehen dann manchmal nicht nur die Sitzplätze, sondern auch mal die Stehplätze zur Neige und so mancher bleibt am Bahnsteig zurück, wenn im Berufsverkehr der Zug sogar zu überfüllt zum bloßen Einsteigen ist. In einer solchen supoptimalen Lage für die Fahrgäste bringt es die S-Bahn fertig, die Zahl der noch verbleibenden Sitzplätze ohne Not weiter zu verkleinern. Und der Senat klascht Beifall für diesen Unsinn.
Zweitens war und ist es eine bescheuerte Idee Radfahrern überhaupt die Benutzung von S- und U-Bahn zu gestatten. Denn: Wer Radfahren will, soll gerne Radfahren – aber nicht Bahnfahren! Seit die S-Bahn mit ihren Fahrradpiktogrammen ein Anspruchsdenken bei den Radbahnfahrern geschaffen hat, beanspruchen Radfahrer grundsätzlich alle Flächen im Zug. Ist das Fahrradabteil schon voll wartet man nicht etwa auf den nächsten Zug, sondern schafft sich woanders Platz. Da wird gepöbelt, gedrängt und die Fersen gefahren was das Zeug hält. Besonders gerne im Berufverkehr und im Winter mit Rollsplit und braunem Schneematsch an Reifen. Schließlich hat man ja eine Radkarte gelöst und wer Rad fährt ist ökologisch und ein besserer Mensch und darf sich entsprechende Vorrechte herausnehmen. Trotz solch chaotischer Zustände zu Stoßzeiten, denkt die S-Bahn nicht mal daran, die in anderen Städten üblichen Sperrzeiten für die Fahrradmitnahme auch in Berlin einzuführen.
Drittens zahlen alle anderen für das Vergnügen weniger, sich gerne mit einem Fahrrad in einen Zug zu stellen, statt es auf dem Radweg zu benutzen. Eine Fahrradkarte kostet z. Z. gerade mal 1,50 Euro. Angesichts dessen, dass ein Rad zwei bis drei anderen Fahrgästen den Platz wegnimmt, müsste sie wenigstens 3,50 kosten.
Es ist eine Frechheit, wie hier Bahn und Senat den Radfahrern eine Extrawurst nach der anderen braten, auf Kosten von Sitzplätzen, Stellflächen, Ticketpreisen, auf Kosten aller anderen!
Web 2.0 erklärt, heute: Twitter
1. Was kann es?
Leser schneller und kompakter langweilen als jede SMS (statt 160 Zeichen sind nur 140 erlaubt).
2. Was soll es?
- Mit neuer Langeweile alte Langweile vertreiben
- Kids von Handfeuerwaffen fernhalten
- Die Twitter-Erfinder steinreich machen
3. Wer macht mit?
- Feuilletonredakteure, deren Zeitungsverlag 60% ihrer Seiten gekürzt hat
- von sich selbst gelangweilte Dauerpraktikanten
- Hausfrauen mit zu viel Tagesfreizeit und wenig Kunden
4. Wer macht nicht mit?
Häufig entpuppen sich prominente Twitter-Namen gar nicht als die echten Promis (etwa Harald Schmidt, Hotte Köhler, Lilo Pulver, Lenin und Garfield).
5. Soll ich auch mitmachen?
Unter uns: Wenn Sie Zeit haben, diesen Quatsch zu lesen, haben Sie auch genug davon für Twitter.
Zwei Ansagen in Sachen Öko
1. Wetter: Temperaturstürze und dichtes Schneegestöber Ende März sind deutliche Zeichen der Erderwärmung. Bitte jetzt sofort in Berlin noch schnell irgendewas verbieten, sonst wird möglicherweise noch wärmer!
2. Autobahn: Die Verlängerung der A100 Richtung Treptow ist eine vernüftige Maßnahme. Genossinnen und Genossen, die sich daran stören, hätten sich mal vor ein paar Jahren melden sollen, als genau dieser Satz Eingang in den Koalitionsvertrag fand: “Der Stadtring A 100 wird verlängert bis zur AS Treptower Park – finanziert durch den Bund.” Vielleicht hab ich’s ja überhört, aber m. W. war das damals entweder OK so oder der Vertrag wurde nicht gelesen.
Feindlich-negatives Zentrum in Hamburg ausgemacht ;-)
Ich dachte eigentlich, mit der Genossin Lompscher und dem Genossen Albers wäre ich als rauchendes Linkspartei-Mitglied bedient. Liebe Katrin, lieber Wolfgang, ich nehme alles zurück. Denn in der Hamburger Bürgerschaftsfraktion hat es eine Genossin zu Amt und Würden gebracht, die sich ganz ohne Koalitionszwang, ohne an die Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz gebunden zu sein, sprich ohne Not, zur Apolegetin eines totalen Rauchverbots macht. Dazu käut Kersten Artus, MdHB auf ihrem Blog wenig überraschend die üblichen Argumente der Feinde der Freiheit wieder. Also los:
Erstens: Wahlfreiheit – das fordern diejenigen immer wieder ein, die sich durch Rauchverbote diskriminiert fühlen. Beschäftigte in der Gastronomie haben keine Wahlfreiheit. Sie sind – ob als Familienangehörige, Aushilfskräfte oder Reinigungspersonal – den Giftstoffen in rauchgeschwängerter Luft ausgesetzt.
Was die Genossin Artus unerwähnt lässt, ist dass an Arbeitsplätzen der verarbeitenden Industrie oder schlicht in einem katholischen Gottesdienst beim Weihrauchschwenken die Schadstoffkonzentrationen verrauchter Kneipen locker übertroffen wird. Ebenso gibt es festgelegte Grenzwerte beim Umgang mit schädlichen Stoffen, deren Überschreitung in einer Raucherkneipe noch nicht festgestellt werden konnte. Dass ausgerechnet und nur in Gaststätten die willkürliche und unrealistische Schadtstoffgrenze Null gelten soll, ist absurd. Die Problematik einer inhabergeführten Kneipe blendet Artus bewusst völlig aus, schließlich wäre die seitens der Rauchverbotsbefürworter im Übrigen durchaus ernst gemeinte Vorstellung, dass ein Wirt aus Schutz vor seinem eigenen Rauch vor der Tür rauchen soll, auch kaum vermittelbar.
Zweitens: Es ist ein Sozialzwang, der Nichtraucher/-innen in eine verqualmte Kneipe bringt: Auch sie haben keine Wahlfreiheit, wollen sie sich nicht isolieren.
Auch wenn ich mich sehr darüber freuen würde: Es gibt keinen wie auch immer gearteten Zwang zum Kneipenbesuch. Und selbst wenn sich die Genossin Artus regelmässig zum Kneipengang gezwungen fühlt, rechtfertigt das keinesfalls ein totales Rauchverbot. Schließlich gibt es Nichtraucherbereiche und Nichtraucherkneipen. Dass die unterhaltsameren Leute stets in Raucherkneipen anzutreffen sind, kann gut sein und ist sehr ärgerlich für die nicht so unterhaltsamen Leute, ist aber kein Grund für ein repressives Gesetz.
Drittens: Je schneller die Gaststätten rauchfrei werden, desto eher fangen Wirte und Wirtinnen, Raucher und Raucherinnen an, sich auf die Situation einzustellen uns ich nicht immer wieder durch die DEHOGA oder die FDP aufwiegeln zu lassen. Meiner Erfahrung nach passen sich selbst sehr abhängige Raucher/-innen an, wenn sie es schon nicht schaffen (wollen), aufzuhören.
Das Argument ist wirklich witzig. Damit kann ich eigentlich alles rechtfertigen. Nachdem die Notstandsgesetze endlich von der ersten Großen Koalition beschlossen waren, ließen sich die Leute dann auch irgendwann nicht mehr von der FDP dagegen aufwiegeln.
Viertens: Wer hätte es vor 25 Jahren für möglich gehalten, dass in den Redaktionen ohne eine Kippe im Mund vernünftige Texte zu Stande kommen? Heute wird in fast keiner Redaktion mehr geraucht – das Journalistenvolk ist dennoch in der Lage, zu schreiben.
Wer hätte vor 25 Jahren gedacht, dass mal Krankenhäuser und Amtsstuben rauchfrei werden? Es ist zwar faszinierend, wo überall nicht geraucht wird, aber ziemlich belangslos für ein Kneipenrauchverbot. Ein Rauchverbot in Krankenhäusern, Amtsstuben und meinetwegen auch Zeitungsredaktionen ist doch auch völlig in Ordnung. Eine Zeitungsredaktion ist kein traditioneller Ort des Genussmittelkonsums, an dem ich abends gemütlich mit Freunden ein Bier trinken möchte.
Fünftens: Ich schwöre: Bier und Wein schmeckt ohne Zigarette besser und gibt morgens weniger Kopfschmerzen!
Ich schwöre: Mein Bier schmeckt nicht ohne Zigarette. Und nun?
Beiben zwei Dinge festzustellen: 1. Im Vergleich zu Berlin: Schlimmer geht immer. 2. Wenn DIE LINKE in Hamburg zusammen mit Schwarz-Grün ein repressives Anti-Tabak-Gesetz durchpeitscht und Raucherinnen und Raucher kriminalisiert, wird jedes Bekenntnis zu einer liberalen und anti-repressiven Drogenpolitik absolut unglaubwürdig.
Nokia statt Blackberry
Ich habe es keinen halben Tag mit dem Blackberry-Ziegelstein ausgehalten und wieder mein altes Nokia 9300i in Betrieb genommen. Allein beim Versuch eine SMS zu tippen mit dieser Blackberry-Tastatur, die nicht T9 und auch nicht QWERTZ sondern irgendwas dazwischen ist, hätte ich das Ding am liebsten mehrmals an die Wand gepfeffert, was ich mir freilich verkneifen musste. Ich will mein iPhone wiederhaben!
Blackberry statt iPhone
Habe heute mein iPhone zwecks Inanspruchnahme der Garantie wegen eines Defekts in den T-Punkt gebracht und als Leihgerät ein Blackberry erhalten. Leider ist das Ding ohne entsprechende Enterprise-Irgendwas-Aktivierung mehr Ziegelstein als Smartphone: Kein Email, kein Kalenderabgleich, kein Internet, keine Downloads, kein Wetter, keine Fahrplanauskunft, kein gar nichts. Wenigstens funktioniert SMS und Telefon. Aber dafür hätte ich weiß Gott kein Blackberry gebraucht.
Muslimbrüder vs. Piusbrüder
Was also ist es, das dazu führt, dass einerseits der Papst in die Kritik gerät, wenn er einen Holocaustleugner zurück in seinen Verein holt – während andererseits antisemitischen Muslimen (und ihren deutschen Advokaten) mit großem Verständnis begegnet wird?
Dieser und anderen interessanten Fragen geht Liza gerade nach.
Selbstmitleid sells
Mit 30 gestorben.
Mit 30 begraben.
Keine Klagen und kein Kommentar.
Es bleibt eh, wie es war.Geben dem Jahrzehnt die Schuld, wenn es einen überrollt
Alles unglaublich, alle traurig
und Selbstmitleid sells.‘68 geboren.
1:0 verloren.
Nach Verlängerung raus.
Aus.
Wo bleibt der Applaus?Geben dem Jahrzehnt die Schuld , wenn es einen überrollt.
Wenn es einen überholt.
Alles unglaublich, alles traurig, alles verletzlich, so entsetzlich,
und Selbstmitleid sells.
(But Alive, Selbstmitleid sells)
Kommentar schreiben
Kommentar schreiben
Kommentar schreiben
